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Jacob Philipp Hackert
(1737 Prenzlau – 1807 San Piero di Careggi)

Jakob Philipp Hackert war ein deutscher Landschaftsmaler des Klassizismus. Nach einer ersten künstlerischen Ausbildung bei seinem Vater und seinem Onkel in Berlin, besuchte er ab 1758 die Berliner Kunstakademie. Es folgte ein Studienaufenthalt in Paris (1765 – 1768) bei dem Landschafts- und Marinemaler Claude Joseph Vernet (1714–1789) und dem Kupferstecher Johann Georg Wille (1715–1808), mit Reisen in die Normandie und Picardie. 1768 verließ Hackert Deutschland für immer. Er ging nach Italien, wo er sich bald einen Ruf als bedeutender Landschaftsmaler machte. 1786 wurde er Hofmaler König Ferdinand IV. von Neapel, wo Johann Wolfgang von Goethe bei ihm Unterricht im Zeichnen nahm. 1803 flüchtete Hackert aus Neapel wegen des Lazzaroni-Aufstands. Er kaufte ein kleines Landgut bei Florenz in San Piero di Carreggio (Careggi), wo er seine letzten Lebensjahre verbrachte.
Hackert war der angesehenste und erfolgreichste Landschaftsmaler des frühen Klassizismus. Er hatte sich auf topographisch genaue Landschaftsveduten spezialisiert. Sie wurden in Stichen aus der Hand seines Bruders Georg Hackert verbreitet. Seine Gemälde hängen heute in der Eremitage in St. Petersburg, dem Städel in Frankfurt, der Hamburger Kunsthalle und im Museo Capo di Monte in Neapel.

Schriften von Jakob Philipp Hackert

Jakob Philipp Hackert, Briefe (1761-1806). Herausgegeben und kommentiert von Claudia Nordhoff, Göttingen 2012
Jakob Philipp Hackert, Briefwechsel zwischen Goethe und Hackert. Kunsttheoretische Aufzeichnungen aus Hackerts Nachlass. In: Norbert Miller/Claudia Nordhoff, Lehrreiche Nähe. Goethe und Hackert, München 1997
Johann Wolfgang von Goethe, Philipp Hackert. Biographische Skizze. Meist nach dessen eigenen Aufsätzen entworfen von Goethe 1811. In: Johann Wolfgang von Goethe, Kunsttheoretische Schriften und Übersetzungen. Schriften zur Bildenden Kunst, Bd. 19, Berlin 1973

Literatur über Jakob Philipp Hackert (Auswahl)

Claudia Nordhoff / Hans Reimer, Jakob Philipp Hackert (1737-1807). Verzeichnis seiner Werke, Berlin 1994