Lorenz Spring
(1964 Uster, lebt in der Nähe von Bern)

Lorenz Spring ist ein bedeutender Schweizer Maler, Objektkünstler und Bildhauer. Der Künstler lebt und arbeitet in Münsing im Kanton Bern.
Nach seiner Ausbildung zum Steinmetz und dem Besuch der Kunstgewerbeschule in Bern (1980 – 1984) arbeitete er zunächst als Restaurator (1984 – 1988). Danach entschloss Lorenz Spring sich Maler zu werden. Reisen nach Paris (1988) und New York (1990) geben die wesentlichen Impulse für sein Schaffen. Seine Arbeiten sind „Metamorphosen des Alltäglichen“, die geprägt sind von der Art brut, dem Nouveau Realisme, dem abstrakten Expressionismus und der Pop Art, mit ihrem Bezug zur Medienwelt des Films, der Unterhaltungsmusik und des Comic Strip.
Er gestaltet Assemblagen und Collagen auf Papier, Holz oder Leinwand. Sie setzen sich aus Schriftelementen, Fotografien, Versatzstücken der industriellen Kommerzwelt und Malerei zusammen. Thema seines Werks sind die existentiellen Phänomene des Lebens, Glück, Vergänglichkeit, Lachen und Weinen.
Im Zentrum steht das Naturerleben. Springs Blumenbilder und Bergbilder sind ein Hymnus auf die göttliche Schönheit der Schöpfung. Besonders Claude Monets Seerosenbilder der Nymphéas und Cy Twomblys dionysischer Rausch der Sinne beeinflussten den Künstler.
Als Chronist seiner Zeit wirkt Lorenz Spring als Gesellschaftskritiker. Seine Bilder rufen zur kollektiven Verantwortung auf. Sie beschäftigen sich mit Materialismus und Eitelkeit, Generationenkonflikt, Raubbau an der Natur, Verlust menschlicher Wärme und Isolation des Einzelnen. Die emphatische Ausdruckskraft seiner Bilder entfaltet sich zwischen den Polen leidenschaftlicher Heiterkeit und ernsthafter Gravitas.
Seit der ersten großen Einzelausstellung in der Galerie Loeb, Bern (1988) zeigt der Künstler mit großem Erfolg seine Arbeiten international auf zahlreichen Ausstellungen.

  • Blüten XV