Lovis Corinth

Lovis Corinth wurde am 21. Juli 1858 als Franz Heinrich Lovis Corinthin Tapiau (in Ostpreußen) geboren. Schon währen seiner Schulzeit auf dem Gymnasium interessierte er sich für griechischen und römische Mythologie sowie für die christlichen Geschichten der Bibel. 

1876 besucht er die Königsberger Akademie. Dort war er unter anderem Schüler von Otto Günther. Danach ging er an die Münchner Akademie bei Ludwig von Löfftz. 1884 trat er in die Privatakdemie „Académie Julian“ in Paris ein, dort blieb er bis 1887. Anschließend ging Corinth nach Berlin, wo um 1887/88 das erste von zahlreichen weiteren Selbstporträts entsteht.

1891 zog er nach München und fand Anschluss an die „Münchener Secession“. Es entwickelte sich eine enge Freundschaft mit Max Liebermann, Corinth beteiligte sich 1890 auch an der 2. Ausstellung der „Berliner Secession“.

1901 siedelt Corinth nach Berlin über und gründete eine Malschule für Frauen. Die erste Schülerin ist seine spätere Frau Charlotte Berend, die er 1903 heiratete. Ein Sohn kommt 1904 zur Welt. Zu dieser Zeit tauchte in seinen Bildern immer wieder das Motiv der Mutter mit ihrem Kind auf. Seine Malweise, die zu Beginn dunkel und schwer war, wurde lockerer und heller, impressionistisch.

1902 wurde Lovis Corinth in den Vorstand der Berliner Secession gewählt, ab 1915 steht er ihr als deren Präsident vor. Zusammen mit Max Liebermann und Max Slevogt wird Corinth zu einem der bedeutendsten Künstler Berlins.

Leider machte ihm seine Gesundheit schwer zu schaffen. Ein Schlaganfall Ende des Jahres 1911 hatte enormen Einfluß auf seine Arbeit. Corinth war halbseitig gelähmt. 1918 erhält er eine Professur an der „Akademie der Künste“ in Berlin. 1919 kauft Lovis Corinth ein Grundstück am Walchensee. Mit dem Motiv des Walchensees erzielt er nochmals einen künstlerischen Höhepunkt. 

1924 porträtierte er den Reichspräsidenten Friedrich Ebert. Bereits im Jahr darauf, 1925, verstarb Lovis Corinth in Zandvoort/Holland an einer Lungenentzündung.

Werke in der Gallerie Franke Schenk:

Blumenstillleben mit Flieder, Calla und Tulpen